Kamień


Das Dorf Kamień liegt im Rudniański Landschaftspark und wurde ursprünglich Kamom oder Kamyk genannt, erst im 15. Jh nutzte der Chronist Jan Długosz den Namen Kamień. Das Dorf existierte jedoch bereits früher, denn es blieb die Gründungsurkunde vom 3. Juni 1319 erhalten. Im 15. Jh kam das Dorf in den Besitz der Augustiner-Chorherren vom Lateran aus dem Fronleichnam-Kloster in Kazimierz bei Krakau. Das Kloster nahm sein Baumaterial von hier: Holz, Kalkstein und Lehm für den Bau der Pfarrkirche Fronleichnam. Über viele Jahrhunderte förderte das Kloster die Entwicklung Kamieńs, indem es zwei Vorwerke anlegte, Steinbrüche, eine Kalkbrennerei, eine Ziegelei, ein Sägewerk, eine Metsiederei – ein Betrieb, in dem Trinkhonig hergestellt wurde, sowie ein Wirtshaus. Erwähnenswert ist die Tatsache, dass in der 2. Hälfte des 18. Jh aufgrund des Vorkommens von Glimmermineralen hier nach Gold und Silber gesucht wurde. König Stanisław August Poniatowski war sehr interessiert an diesen Arbeiten.
Während des 2. Weltkriegs wurde das Dorf irrtümlicherweise von den Alliierten bombardiert, welche die örtliche Kirche mit der in Tenczyk verwechselten.
In Kamień ist die neogotische Kirche Mariä Schutz sehenswert, die in den Jahren 1924-28 an der Stelle einer Kapelle aus dem 18. Jh errichtet wurde. Die Bevölkerung aus der Umgebung pilgerte über viele Jahre zum für seine Wunder bekannten Bildnis der Muttergottes. Direkt neben der Kirche befinden sich die Überreste einer Vorwerk- und Gartenanlage aus dem 18. und 19. Jh. Dazu gehören ein gemauerter Speicher, ein schöner, hölzerner Brunnen, Spuren eines italienischen Gartens sowie vor allem die hundertjährigen Linden.
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